Fliegende Kühe, verzweifelte Fischer und ein aufgeregtes junges Paar - Von all dem handelt das Theaterstück „Yellow Line“, das der Literaturkurs der Q1 des Marien-Gymnasiums aufführen wird. Seit Sommer letzten Jahres proben die rund 35 Schüler und Schülerinnen der Werler Schule unter Leitung von Lehrerin Annette Küper wöchentlich in der Schulaula, um das Stück am 17. und 19. Juni 2016 vor hoffentlich vielen Zuschauern zu präsentieren. „Yellow Line“ von Juli Zeh und Charlotte Roos wurde 2013 veröffentlicht und behandelt ein aktuelles und zentrales Thema: Die Flüchtlingspolitik.

Von Silvia Rinke

Mit 17 Jahren schon leidenschaftlich an Politik interessiert – und, mehr als das, bereits aktives Mitglied in einer Partei ist der 17jährige Daniel Spiekermann, der die Oberstufe des Marien-Gymnasiums besucht und nebenbei bereits in der FDP mitmacht. Hier erzählt der Schüler, was ihn an Politik und speziell „liberaler“ Politik fesselt.

Daniel, gab es einen Ausschlag für dein Politikinteresse, irgend etwas, was als Initialzündung wirkte?

Daniel Spiekermann: Ja! Der „Wahlomat“ im Politikunterricht in der Klasse 9. Wir haben damals vor der Bundestagswahl 2013 Fragen aus dem Wahlomat beantwortet - „Welchen der folgenden politischen Aussagen stimme ich zu/eher nicht zu/gar nicht zu. Bei den Antworten fiel mir auf, dass ich offenbar ziemlich liberal bin. Ich kreuzte  bei „stimme ich zu“ sehr oft Aussagen an, die sich gegen staatliche Eingriffe und für mehr Selbstverantwortung aussprechen. Der Einzelne darf nicht überwacht werden... Vorratsdatenspeicherung...  das war schon interessant.

Vielleicht könnt ihr euch noch an die „Aktion Trinkgeld“ der Klasse 5b vor drei Wochen erinnern!? Unsere Klasse hat im Politikunterricht das Thema Fair-Trade behandelt. Dabei haben wir uns z.B. informiert was Fair-Trade bedeutet. Fair-Trade bedeutet Fairer Handel.
In manchen Ländern arbeiten Erwachsene und Kinder unter schlechten und unfairen Bedingungen. Sie müssen lange und schwer arbeiten und die Kinder können teilweise nicht zur Schule gehen. Zudem bekommen sie Arbeiter einen schlechten Lohn. Wer Produkte mit dem Fair-Trade Siegel kauft sorgt dafür, dass die Arbeiter fair bezahlt werden und dass die Kinder in die Schule gehen können.

 

Zaunerei ist der Titel des letzten Kunstprojektes der Jahrgangsstufe 9. 22 Schülerinnen und 2 Schüler des Kurses Kunst-Deutsch von Frau Nordmann hatten sich dieses Projekt gewünscht. Den Begriff Zaunerei gibt es natürlich gar nicht. „Zaunerei“  ist ein Pleonasmus, ein „Kompositum mixtum“ aus den Begriffen „Zaun“ und „Zauberei“.

Auch in diesem Jahr nahm das Mariengymnasium an dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels teil, der bereits seit 1959 jährlich durchgeführt wird. Er zählt zu den größten bundesweiten Schüler-Wettbewerben und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Mehr als 600.000 Kinder der 6. Klassen aller Schularten beteiligen sich jedes Jahr an rund 7000 Schulen.

Zunächst mussten innerhalb der sechsten Klassen die jeweiligen Klassensieger ermittelt werden, eine zeitintensive, aber spannende Aufgabe. Ende November  standen  die Sieger/innen fest: Sophie Haarmann und Hendrik Hörster (6a), Philipp Schmetz und Fabian Babik (6b), Justus Kohlmann und Marie Plattfaut (6c), Lilly Shaya und Marica Mertin ( 6d), Jula Meis und Finn Heiart (6e).

Richtig spannend wurde es dann am 4. Dezember: Die einzelnen Klassensieger traten in der 5. und 6. Stunde an, um den Schulsieger zu ermitteln.  Keine leichte Aufgabe für die mehrköpfige Jury, der Frau Schubert von der Stadtbücherei Werl, die neuen Deutsch-Referendarinnen, eine Praktikantin, aber auch Oberstufenschülerinnen sowie die Siegerin des Jahres 2012 angehörten.

Die stolzen Siegerinnen  (Reihe 1 v. li n. re): Marica Mertin (Platz 1), Lilly Shaya (Platz 2) und Sophie Haarmann (Platz 3) mit Juroren, Schulleiter Prünte,  Buchpreisspender A. Stein und den Organisatorinnen des Wettbewerbes (Reihe 2, v. li n. re)  (Foto: Franziska Hesse)

Zu dieser Erkenntnis kam ursprünglich der Münchner Komiker Karl Valentin. Diese Erfahrung machten aber auch 11 Acht- bzw. NeuntklässlerInnen  des Marien-Gymnasiums, die  in dem Kunst-Projekt „… sich begegnen – Gefühle, rudimentäre Mimik“ fast ein Schuljahr lang jeweils Dienstag nachmittags in der Malschule zu-sammen gearbeitet hatten. Dabei entstanden (neben zahlreichen Bildern) in der Hauptsache großformatige Tonskulpturen.

Zusätzliche Informationen

  • 23.04.2018 15:00

    Elternsprechtag