Zaunerei ist der Titel des letzten Kunstprojektes der Jahrgangsstufe 9. 22 Schülerinnen und 2 Schüler des Kurses Kunst-Deutsch von Frau Nordmann hatten sich dieses Projekt gewünscht. Den Begriff Zaunerei gibt es natürlich gar nicht. „Zaunerei“  ist ein Pleonasmus, ein „Kompositum mixtum“ aus den Begriffen „Zaun“ und „Zauberei“.

Die Grundidee bestand darin, aus einem Gebrauchsgegenstand ein Kunstwerk zu schaffen. Groß und eindrucksvoll sollte der Gegenstand sein, vor allen Dingen aber leicht zu handhaben (was sich bei vielen später als großer Irrtum entpuppte)  - und gleichzeitig preiswert oder sogar gratis zu bekommen. Der Anfang war schnell gemacht: Entweder ging es ab in den Baumarkt oder, wem das zu teuer war, der schaute einfach nach im heimischen Keller, Werkzeugschuppen, in der Garage oder auch im Garten des Nachbarn, wo so mancher Pfahl, so manche Zaunlatte ausgegraben werden konnte. smiley
Schon durfte es an die praktische Arbeit gehen. „Alle haben sich einen Kopf gemacht und mehrfach skizziert, was er /sie persönlich mit dem Zaunelement anstellen wollte. Lieblingsmärchen, -serien, -bücher, Filme, Animes und vieles mehr lieferten interessant anmutende Ideen. „Manche haben auch etwas genervt einen zwei-ten Versuch starten müssen, weil sich die Idee als zu schwierig erwies!“, so Kursteilnehmerin Lea. Nach fünfwöchigem Pinseln, Sägen, Schleifen, Hämmern, Schneiden, Brennen, Kleben… (Blessuren inklusive) nahmen die Werke Gestalt an; den letzten Feinschliff erhielten die Zaunereien dann in den Weihnachtsferien in der heimischen Werkstatt: der Küche, dem eigenen Zimmer oder auch auf dem Balkon! smiley So entstanden wahre Meisterwerke mit z.T. exotischen Titeln wie „Frozen“, „ Einhorn-Karussell“ , „Plus que ma propre vie“, „Weg ins Jenseits“, „Die zwei Mächte“. Aber auch eindeutige Titel waren dabei: „Rapunzelturm“, „Cinderella“, „Knusperhäuschen“ und „Dornröschen“. Nach den Ferien stellte dann jeder Kursteilnehmer voller Stolz sein vollendetes Meisterwerk in einer kleinen, schriftlich vorbereiteten Präsentation vor. Und so war sehr schnell der Gedanke geboren, die Zaunereien einem größeren Publikum vorzustellen.
Mit Zustimmung der Schulleitung stellten die KursteilnehmerInnen ihre Arbeiten schließlich ganze sechs Wochen lang (in 3 verschiedenen Gruppierungen) im Verwaltungstrakt der Schule aus und ernteten viel Lob und Anerkennung.


Am vorletzten Schultag vor den Osterferien fand zur Krönung eine ansprechende Finissage statt, zu der viele Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde, aber auch Lehrerinnen und Lehrer sowie  die Schulleitung erschienen. Herr Prünte eröffnete die Veranstaltung und lobte in seiner Ansprache ausdrücklich die Kreativität und das Engagement der jungen Künstler.  „Wir haben fast  alles allein gemacht“, so Lea Büchel und Seda Balaban in ihrer sich anschließenden Rede. „Von der Projektplanung, über die praktische Ausführung bis hin zur Organisation unserer Finissage. Es hat alles natürlich viel Arbeit und Umstände gemacht, aber auch riesigen Spaß! Und außerdem haben wir eine Menge gelernt, so zum Beispiel, dass Kunst eben immer auch ein Publikum braucht, um zu wirken, aber auch,  dass jeder sich in seinem Kunstwerk ein Stück weit selbst gespiegelt hat!“ smiley

Gina Nordmann

Zusätzliche Informationen

  • 16.11.2017

    Schulkonferenz (19:00) 

  • 20.11.2017 (19:30, Ursulinengymnasium)

    Infoabend Auslandsaufenthalt (8.&9.Kl)  

  • 23.11 & 27.11.2017

    Elternsprechtage (15:00-18:00)

  • 2.12.2017

    Tag der offenen Tür (10:00-13:00)

  • 18.01.2018

    Elterninfoabend: Profile 5.Klasse (19:00, Aula)

  • 23.01 & 25.01.2018

    Schulkonzert (19:00, Aula)

  • 8.02.2018

    Elterninfoabend zur gymn. Oberstufe (19:00, Aula)