Die Schulband rockt das Foyer, durchs Erdgeschoss weht der verführerische Duft frisch gebackener Crêpes, im Musikraum wird mit Leibeskräften auf die Pauke gehauen und in den Naturwissenschaften unter Hochleistungsmikroskopen nach Bärtierchen und Fadenwürmern geforscht... und überall wimmeln neugierige „ganz Kleine“ durch die Flure, sprich Kinder, die noch nicht mal in die fünfte Klasse gehen.

Aber vielleicht ab nächstem Spätsommer schon und vielleicht hier am MG? Jedenfalls freuten sich Schulleiter Michael Prünte und die stellv. Schulleiterin Astrid Sämer beim Tag der offenen Tür am Samstag gleich zu Beginn weg über eine rappelvolle Schule.

Hereinspaziert am Breilsgraben. Das Marien-Gymnasium Werl präsentierte sich am Vortag zum 1. Advent wieder als quicklebendige, weltoffene Schule und lockte bis zum frühen Nachmittag Hunderte interessierte Eltern mit neugierigen Viertklässlern an den Händen an.

 

Zu den Franzosen ging´s wie immer ganz simpel der Nase nach, denn in einem bestimmten Klassenraum im Erdgeschoss glühten schon während des Begrüßungsprogramms die Crepe-Eisen heiß. Und so beduftete Lehrerin Uta Gockel mit ihren Französischschülerinnen und -schülern mit dem Ergebnis des glühenden Backeifers die gesamte untere Etage.

Die Entdeckungsreise ging kreuz und quer durch die Schule, geführt von Lehrkräften und Schülern. In zahlreichen Klassenräume hatten Fachlehrer gemeinsam mit mit ihren Schülern einzelne Fächer oder Unterrichtsinhalte kreativ, bunt oder/und (wie in Französisch) äußerst schmackhaft zum Kennenlernen vorbereitet.

In den Naturwissenschaften durfte natürlich Experimentelles nicht fehlen. Hier hatten die jungen Besucher (und nicht zuletzt auch ihre Eltern) vor allem einen Heidenspaß mit all diesen seltsamen Bärtierchen und Rädertierchen, die unter dem Mikroskop zu beobachten waren.

Es gab Schmecktests, es gab Riechtests – es gab Kniffliges für Erbsenzähler (wie viele Erbsen sind denn nun drin im Glas? - Klassiker im Matheraum). Die Religions- und Sowi-Fachschaften präsentierten kreative Plakatarbeiten aus dem Unterricht und ließen sich von den wissbegierigen Eltern mit großem Vergnügen das sprichwörtliche Loch in den Bauch fragen. In Erdkunde waren das Planetenmodell und der riesige Relief-Globus umlagert, bei den Schulsanitätern sorgte das Organmodell für auch mal schauriges Aufsehen. Bei all dem enormen Informations-Input boten die Exkursionen durch die Schule in Kleingruppen doch auch viel Zeit und Gelegenheit, auf individuelle Fragen einzugehen.

In eine volle Aula blickte Schulleiter Michael Prünte sehr erfreut beim Begrüßungsprogramm für die Viertklässler und möglichen künftigen MG-Schüler. Er legte den Schwerpunkt seiner Willkommensrede aufs Vertrauen - ohne das kein Lernen und Wachsen möglich ist und zu dem es auch gehört, jedes Talent nach seinen Stärken zu fördern.

Daher hat das MG für jeden etwas dabei: die Latein-Englisch-Klasse für Sprachtalente, die Naturwissenschaftsklasse für eifrige Forscher, die Streicherklasse für Kinder, die Musik lieben... und die noch junge bilinguale Klasse „Growing together“, spannend für alle, erklärte der MG-Leiter, „die neugierig sind auf Kinder aus anderen Kulturen und sich dabei intensiver mit dem Englischen beschäftigen möchten.“

Ein Kind, betonte Michael Prünte, ist eben kein Fass, das man abfüllt, in das man in diesem Fall Wissen füllt. Nein: Jedes Kind „ist ein Feuer, das man entfachen muss!“ Und das sich liebend gern auch entfachen lässt, „also, lasst euch anstecken und begeistern von dem, was ihr heute im Marien-Gymnasium seht, was ihr heute morgen hier erlebt!“

Zum Vertrauen gehört am MG aber auch ein ganz wichtiger Aspekt: dass kein Talent verloren gehen darf. Deshalb bietet die die Schule ein umfangreiches Förderangebot für jene Kindern an, die fürs Gymnasium durchaus gut geeignet sind, aber vielleicht in dem einen oder anderen Fach Hilfestellung benötigen. Eines konnte Michael Prünte allen versammelten Kindern aus tiefer Überzeugung versichern: „Ihr kommt auf eine Schule mit menschlicher, freundlicher und warmherziger Atmosphäre!“ Eine Schule, die am Ende keine „Premiumprodukte“ in den Markt entlassen will, sondern studierfähige junge Menschen mit umfassender Herzens- und Charakterbildung.

 

 

Zusätzliche Informationen

  • 14.12.2017

    Römischer Theaterabend (18:00, Aula)

  • 18.01.2018

    Elterninfoabend: Profile 5.Klasse (19:00, Aula)

  • 23.01 & 25.01.2018

    Schulkonzert (19:00, Aula)

  • 8.02.2018

    Elterninfoabend zur gymn. Oberstufe (19:00, Aula)